KDE-Programme lassen sich auch auf dem Gnome-Desktop problemlos installieren (und umgekehrt). Allerdings werden bei der Installation dann mehr Pakete heruntergeladen, weil die Software von KDE-Bibliotheken abhängt, die ebenfalls installiert werden müssen. Wer zum Beispiel den Vokabeltrainer Parley aus dem KDE Education Project unter Ubuntu/Gnome installiert, erhält das Programm zunächst nur mit einer englischen Oberfläche. Die deutschen Sprachpakete werden nicht automatisch mitinstalliert.
Rund um Linux
Die Entwickler haben mittlerweile Version 2.2.1 der KDE-Bürosuite KOffice veröffentlicht. In den Kubuntu-Repositories fehlt diese aber noch. Wer nicht länger warten will, kann die neueste Version ganz leicht unter Kubuntu 10.04 installieren. Dazu muss nur die bereits eingetragene Paketquelle aktiviert werden. Dazu öffnet man die für Kubuntu vorgesehene Software-Verwaltung KPackagekit, wechselt zu „Einstellungen“ und klickt dann auf „Softwarequellen bearbeiten“.
Die Entwickler der KDE-Bildverwaltung Digikam haben bereits vor einer Weile die neueste Version 1.3.0 ihrer mächtigen Bildverwaltungssoftware veröffentlicht. In den Standard-Repositories von Ubuntu fehlen die aktuellsten Pakete allerdings noch. Über eine zusätzliche Paketquelle lässt sich aber auch die aktuellste Version bequem mit dem Paketmanager installieren.
Die Entwickler der Verschlüsselungssoftware Truecrypt haben die Version 7 des mittlerweilen sehr bekannten Programms freigegeben. Mit Truecrypt lassen sich verschlüsselte Container oder Partitionen anlegen, die man dann ins laufende System nach einer Passworteingabe einbinden kann. Der Zugriff auf die Dateien ist dann ebenso einfach wie bei anderen Laufwerken. Die aktuelle Version 7.0 ist für Linux, Windows und Mac OS X verfügbar.
Pünktlich zum angekündigten Termin veröffentlichten die Entwickler Open Suse 11.3. Die Ankündigungen lesen sich vielversprechend und auch die Tests mit Betaversionen und Release Candidates sahen gut aus. Einen Überblick über die interessantesten neuen Features liefert die Wiki-Seite Produkt-Highlights. Das System steht in verschiedenen Varianten zum Download bereit: als umfangreiche Installations-DVD, als Live-CD mit Gnome- oder KDE-Desktop oder als Netzwerk-Installations-CD.

Das Screenshot-Tool Shutter bringt viele Funktionen mit, darunter etwa auch zum Bearbeiten eines Screenshots. Mit dieser Funktion lassen sich beispielsweise einzelne Bereiche eines Screenshots unkenntlich machen oder erklärende Pfeile und Beschriftungen anbringen. Wer Shutter in einer aktuellen Ubuntu-Version über das Software-Center installiert, wird allerdings feststellen, dass etwa die Bearbeitungsfunktion ausgegraut und nicht in Betrieb ist. Dieses Problem lässt sich aber leicht mit der Installation von zwei Paketen beheben.
Softmaker bietet erneut eine kostenlose Schriftart zum Download an. „Scott“ steht als TrueType-Schrift oder PostScript-Type1-Schrift für PCs sowie als PostScript-Type1-Schrift für Mac zum Herunterladen zur Verfügung. Die Installation ist unter Linux und Windows gleich einfach: Schrift herunterladen, das Archiv entpacken und die Schrift ins Font-Verzeichnis ziehen.
Alles sieht gut aus für die Veröffentlichung der neuen Open Suse Version 11.3 am 15. Juli. Vor kurzem wurde der Release Candidate 2 veröffentlicht, mit dem die Entwickler die letzten Fehler aufstöbern wollen. Wer Lust hat, bei der Fehlersuche zu helfen, kann sich Open Suse 11.3 RC2 auf der Download-Seite herunterladen. Die bereits entdeckten Bugs listet eine Wiki-Seite auf.

Die Entwickler des VLC Mediaplayers haben inzwischen die Version 1.1.0 veröffentlicht, die natürlich auch für Linux verfügbar ist. Zu den Neuerungen zählt etwa auch die Unterstützung weiterer Codecs. In den Ubuntu-Repositories ist bislang erst die Version 1.0.6 erhältlich, die sich aber leicht via Synaptic oder mit Hilfe des Software-Centers installieren lässt. Sobald die neue Version in die Paketquellen aufgenommen wurde, lässt sich diese dann via Aktualisierungsverwaltung bequem einspielen. Wer sofort die topaktuelle VLC-Version haben möchte, kann ein passendes Paket von der Website installieren.
Die Entwicklung der nächsten Version des Open-Source-Content-Management-System Joomla nimmt deutlich an Fahrt auf und es sieht ganz so aus, als könnten wir schon bald mit der finalen Joomla-Version 1.6 rechnen. Mittlerweile haben die Entwickler die Beta 4 veröffentlicht. Die kurz auf die letzte Betaversion folgende Ausgabe bringt jede Menge Bugfixes mit. Joomla 1.6 wird einen deutlichen Sprung von den Version 1.5.x bedeuten: Das CMS bringt nun auch eine ausgefeilte Rechtevergabe und andere praktische Features mit.