Beim Stöbern im CachyOS-Wiki bin ich auf tealdeer gestoßen. Das Kommandozeilentool liefert kurze, übersichtliche Hilfeseiten im Terminal. Das Beste: Das Linux-Tool veranschaulicht die verfügbaren Optionen mit Beispielen.
Manpages: Hilfe zu Kommandozeilenbefehlen
Wer sie noch nicht kennt: Manpages liefern im Terminal schnell eine Übersicht über mögliche Optionen für ein Kommandozeilentool. Um die Manpage zu einem Tool aufrufen, gebe ich manein, gefolgt vom Namen des Tools. So liefert zum Beispiel man duf eine ausführliche Beschreibung des „Simple Disk Usage/Free Utility“ duf mit einer Übersicht über die wichtigsten Funktionen sowie eine Liste von Optionen, die ich dem Tool mit auf den Weg geben kann. Sie sorgen etwa dafür, dass bestimmte Partitionen oder Datenträger ausgeblendet werden oder formatieren die Ausgabe in einer bestimmten Weise. Eine für mich sinnvolle Zusammenstellung an Optionen für duf, das mir anzeigt, wieviel Platz auf verschiedenen Datenträgern und Partitionen noch frei ist, beschreibt der Artikel „Festplattenplatz anzeigen mit duf„. Die Liste der Optionen ist lang und am Ende finden sich auch ein paar Beispiele.

Tealdeer: Infos kurz und knackig
Wenn’s schnell gehen soll, ist das ganz schön viel zu lesen. Allerdings will ich nicht immer gleich tief einsteigen, sondern vielleicht nur eine kurze Info über einen Kommandozeilenbefehl, der mir nicht vertraut ist. In so einem Fall ist womöglich Tealdeer die bessere Wahl. Der Programmaufruf für Tealdeer ist tldr, das im Allgemeinen auch für „too long didn’t read“ steht und damit ganz gut passt. Beim ersten Aufruf musste ich mit tldr --update erst den Cache aktualisieren. Danach funktioniert der folgende Aufruf:
tldr duf
Hier bekomme ich nur eine kurze Info, was das Tool duf macht („Festplattennutzung/freie Verwendbarkeit“) und das auch noch auf Deutsch. Drei Beispiele stellen wichtige Optionen vor. Für einen ersten Einblick ist das übersichtlicher und erschlägt nicht gleich mit einer Textwand.

Gute, schnelle Alternative zu man
Das in Rust programmierte tldr liefert damit schneller die wichtigsten Optionen und einen Überblick. Freilich lohnt es sich trotzdem, in der Manpage einer Software zu stöbern, um tiefer einzusteigen. Gerade bei duf hält diese viele praktische Erklärungen bereit.

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