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Generation Zero unter Linux spielen

Den neuen Retro-Shooter Generation Zero gibt es leider nur für Windows. Was mich nicht davon abhält, auszuprobieren, ob das Spiel auch unter Linux läuft. Mit Steam Play (Proton) lässt sich ja schließlich so einiges auch unter Linux spielen, ohne dass man groß was basteln müsste. Die gute Nachricht: Generation Zero läuft prinzipiell unter Linux. Ein paar Einschränkungen gibt es aber und je nach Linux-Distribution muss man erst ein paar Voraussetzungen erfüllen.

Ein erster Start unter Antergos / Arch Linux verläuft zunächst vielversprechend: Generation Zero startet und ich kann meinen Charakter vielfältig anpassen und ihm ein lustiges 80er-Jahre-Outfit anziehen. Dann die Enttäuschung: Beim ersten Start der Single-Player-Kampagne bleibt das Bild schwarz und das Spiel bewegt sich nicht mehr. Auch ein zweiter Versuch verläuft so erfolglos und ich muss die Prozesse beenden, um aus dem Spiel zu kommen.

MultiPlayer statt SinglePlayer

Generation Zero unter Linux

Dann der Tipp aus dem Netz: statt einer Single-Player-Kampagne eine Verbindung zu einem Multiplayer-Spiel aufbauen. Das klappt tatsächlich reibungslos und das Spiel funktioniert ohne Probleme.

Und Linux glänzt sogar, wo Windows versagt: Während ein Livestream bei Twitch mit der Windows-Version scheiterte, lief der Stream mit der Linux-Version ganz ordentlich (Mitschnitt siehe hier).

Das Problem unter Windows dürfte Generation Zero selbst sein: Das Spiel hat noch so einige Baustellen, die die Entwickler_innen hoffentlich noch beheben werden. Im momentanen Zustand verursacht es eine sehr hohe Prozessorlast. Einen Stream kann zumindest mein Rechner unter Windows dann zusätzlich nicht leisten (Intel i5, 16 GB RAM, Nvidia Geforce 1060 6GB). Auch unter Linux sind die Kapazitäten knapp, zumindest beim ersten Versuch konnte ich aber noch gut nebenher streamen, während die Framerate beim zweiten Spiel massiv einbrach (Mitschnitt hier). Einmal konnte ich sogar eine SinglePlayer-Kampagne starten, allerdings klappte das kein zweites Mal.

Generation Zero unter (X)Ubuntu

Für einen weiteren Livestream habe ich Generation dann noch einmal installiert, diesmal auf einem Gaming-Notebook mit Xubuntu 18.04. Ein erster Start blieb erfolglos, daher habe ich erst einmal aktuelle Nvidia-Treiber aus einem Launchpad-Repository (PPA) nachgerüstet. Dabei bin ich genauso vorgegangen, wie im Beitrag „Subnautica unter Linux spielen“ beschrieben. Zunächst muss man das PPA hinzufügen, dann die Paketlisten aktualisieren und kann anschließend das Paket nvidia-driver-418 installieren. Noch ein Reboot, dann wird der neue Treiber verwendet.

Proton 4.2.2 muss man manuell installieren.

Allerdings lief das Spiel auch dann noch nicht. Ein Blick in die Einstellungen des Steam-Clients verriet, dass nicht die neueste Proton-Version verwendet wurde. Diese kann man hier dann zwar auswählen, ein Bug verhindert jedoch, dass Proton 4.2.2 automatisch heruntergeladen wird. Bleibt nur, das manuell zu erledigen, indem man in der Steam-Bibliothek „Werkzeuge“ auswählt, in der Liste „Proton 4.2.2“ rechts anklickt und auf „Spiel installieren“ klickt.

Mit der neuesten Proton-Version und aktuellen Nvidia-Treibern (4.18) startet Generation Zero dann schließlich auch unter (X)Ubuntu:

Mitschnitt des Generation-Zero-Livestreams bei YouTube

Und damit kann ich meiner Liste, der bisher erfolgreich mit Steam Play unter Linux gespielten Windows-Spiele einen weiteren Titel hinzufügen:

 

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